Wettbewerb 2013

Die PreisträgerInnen der 10. Festivalausgabe inklusive Jurybegründungen findet ihr hier

Fiction & Documentary

Ein toter Wal am Strand. Ein Riese auf der nächtlichen Landstraße. Brodelndes Wasser im Fischteich. Der internationale Wettbewerb für fiktionale und dokumentarische Kurzfilme repräsentiert heuer wie noch selten jene Haltung, die der Künstler John Baldessari einst zu seinem Leitsatz gemacht hat: no more boring art! Also erzählt Tom Waits aus Baldessaris Leben, begegnet uns Jack Nicholson in Tansania, erobert der Tag die Nacht, werden Tiere nächtens wieder zum Leben erweckt. Rund 2.000 Einreichungen wurden allein für diese Schiene gesichtet, 26 Filme aus 18 Ländern letztendlich ausgewählt. Das narrative Fundament der Beiträge lässt dabei Experimente in der Umsetzung genauso zu wie ausgeprägte Handschriften und eigenwillige Erzählhaltungen. Und da der kurze Film scheinbar immer mehr Raum zur Entfaltung braucht, gestehen wir ihm den auch zu.

Programmleitung

Doris Bauer & Marija Milovanovic

Animation Avantgarde

Der internationale Wettbewerb Animation Avantgarde findet bereits zum vierten Mal in Kooperation mit ASIFA Austria statt und zeichnet sich heuer durch ein besonders akzentuiertes Profil aus. Wichtig: Das Programm zeigt sowohl Animationen als auch Experimentalfilme und ist von jeher daran interessiert, die klassische Genre-Kategorisierung aufzubrechen. Für die Selektionsarbeit wurden zahlreiche Einreichungen gesichtet und viele internationale Festivals bereist, 30 Filme aus 14 Ländern wurden ausgewählt. Die typischen Animations- und Experimentalfilmklischees sollten dabei nicht perpetuiert werden, stattdessen wird mit dem Wort Avantgarde auch die Vielfalt der Formen betont: als Vorreiter muss man stets Experimente wagen. Gezeigt werden Arbeiten, die tatsächlich innovativ und unkonventionell erscheinen. Animation Avantgarde ist anders.

Programmleitung

Thomas Renoldner & Wiktoria Pelzer

Österreich Wettbewerb

Wir schärfen unsere Blicke, verlagern sie vom Politischen ins Private, von der Vergangenheit in die Gegenwart, von der ländlichen Idylle in die Großstadthölle. Wir beobachten Menschen beim Performen und Protestieren, Ersticken und Erkunden, Singen und Sinnieren, und beim Nichtstun. Der Querschnitt durch den aktuellen österreichischen Kurzfilm ist zugleich einer durch das eigene Land und ihre Hauptstadt ? und schneiden kann mitunter auch weh tun. 19 Filme konkurrieren in drei 80-minütigen Programmen um mehrere Preise, darunter erstmals auch jenen der Jugendjury, die sich speziell mit dem heimischen Kurzfilmschaffen auseinandergesetzt hat. Knapp 300 Filme aus dem Hochschul- oder unabhängigen Kontext wurden für den Österreich-Wettbewerb gesichtet ? und es ist sehr erfreulich zu sehen, wie lebendig und vielfältig die Szene sich entwickelt hat.

Programmleitung

Michael Reutz & Alexandra Valent

Screensessions: Musikvideo Wettbewerb

Wie viel Potential im Musikvideo als Kunstform steckt, zeigt ein neuer Wettbewerb in Kooperation mit den Screensessions, der Poolinale und mica. Das brut im Künstlerhaus dient als Projektionsraum, das Publikum befördern wir in die Horizontale, die Leinwand hängt von der Decke ? und dann gibt?s die besten MuVIS als ?Expanded Cinema?-Erlebnis.

Programmleitung

Christoph Etzlsdorfer & Marco Celeghin