Umfangreiches VIS-Programm zum 10-Jahr-Jubiläum

Seit 10 Jahren bringt VIS Vienna Independent Shorts die besten internationalen und österreichischen Kurzfilme in Wien auf die große Leinwand. Im Jubiläumsjahr 2013 gestaltet sich das Programm besonders umfangreich und hochkarätig: Mehr als 260 Filme aus rund 40 Ländern werden zwischen 28. Mai und 2. Juni im Künstlerhaus Kino und im Österreichischen Filmmuseum zu sehen sein, zahlreiche Jungstars von David OReilly über Momoko Seto und Mirjam Baker bis zu Robert Cambrinus werden ihre Werke persönlich in Wien vorstellen. Mit Klassikern aus 10 Jahren verspricht VIS heuer ein extravagantes Fest für Augen und Ohren zu werden.

Eröffnet wird Österreichs größtes Kurzfilmfestival wieder im Gartenbaukino, mit Apichatpong Weerasethakul (Sakda) präsentieren wir dabei ebenso einen Cannes-Gewinner wie mit Rezan Yesilbas, der mit Sessiz (Silent) die Kurzfilmjury überzeugte. Am Festivalsamstag (1. Juni) wird im brut im Künstlerhaus erstmals der Österreichische Musikvideopreis vergeben: die Videos werden dabei auf von der Decke hängende Leinwände projiziert, im Anschluss spielen mit Koenig Leopold und Julian & der Fux zwei der präsentierten Bands live.

In den drei zentralen Wettbewerbsschienen ? Fiction & Documentary, Animation Avantgarde und Österreich Wettbewerb ? werden insgesamt 75 aktuelle Filme größtenteils erstmals in Österreich gezeigt, am abschließenden Sonntag werden Preise im Wert von knapp 20.000 Euro vergeben.

SCHWERPUNKT "STRANGE DAYS"
Als Schwerpunktmotto für die Spezialprogramme dient in diesem Jahr der von Kathryn Bigelows Science-Fiction-Film inspirierte Titel Strange Days, der zu Programmen über Aufstand und Revolution, über das surrealistische Kino und animierten Horror sowie zu einem spannenden Dreiecksprogramm mit den internationalen Kurzfilmfestivals Hamburg und Winterthur geführt hat. Dabei werden u.a. Klassiker von Christoph Schlingensief, Roman Polanksi, Jan ?vankmajer, Marcel Duchamp, Ken Wardrop, Inger Lise Hansen, Nicolas Provost und Hayang Wang ihren Weg auf die Leinwand finden.

Ein Festival lebt nicht nur von seinen Filmen allein, sondern auch von der Diskussion darüber. Die VIS Academy bietet eine Reihe von Lectures, Workshops, Vermittlungsprogrammen und Netzwerkveranstaltungen an, darunter eine Diskussion zu politischem Filmschaffen und eine Masterclass von David OReilly.

Und auch wenn die Filme kurz sind, werden die Nächte bei VIS meistens sehr lang: Dafür wird auch die neue Schiene Midnight Movies sorgen, die mit poppigem Porno, animiertem Horror und trashigem Chic aufwartet und zu ausschweifenden Kinonächten einlädt. Danach erobern wir das Nachtleben, laden zu Strange Nights u.a. in den Club U und den Morisson Club und testen das allgemeine Filmwissen beim FILM QVIS 3000 in der Transporter Bar.

SPECIALS VOR UND NACH DEM FESTIVAL
Das Festival ist 2013 nicht nur einen Tag länger als im Vorjahr, sondern trumpft auch im Vorfeld und Anschluss auf: Bereits am 22. und 23. Mai laden wir zu einer Doppel-Hommage an die österreichischen Avantgardistinnen Michaela Grill und Billy Roisz ins Filmmuseum. Am 24. Mai steht erstmals ein von VIS initiierter Kinostart an: Zwei Coming-of-Age-Porträts junger Filmschaffender, Erdbeerland von Florian Pochlatko (AT) und Landerdbeeren von Esther Bialas (D), ergeben ein wunderschönes Erdbeer-Double-Feature, das eine Woche lang im Wiener Votivkino zu sehen sein wird. Auf die große Leinwand unter freiem Himmel bringen wir indes am 14. Juni die allseits beliebten Katzenvideos: Mit der Jesuitenwiese im Wiener Prater ist nun auch der ideale Ort für das erste Cat Video Festival Vienna (mit freundlicher Unterstützung von Kitekat®) gefunden.

NEUE PREISTROPHÄE
Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner gabarage upcycling design haben wir zum Jubiläumsfestival eine neue Trophäe entworfen. Das ca. 20 Zentimeter hohe "V" wurde aus Beton gegossen und wird insgesamt acht Mal im Rahmen des Festivals verliehen. Auf beiden Schenkeln des V ist via Laser der Preisname vermerkt. Das V steht für VIS, Vienna, Victory. Die bewusste Entscheidung Beton als Material zu verwenden, bringt das zum Teil rohe und unabhängige Element des Kurzfilms zum Ausdruck.

07.05.2013